Prof. Markus Stumptner

Modellbasierte Softwarediagnose

Die Grundidee der modellbasierten Diagnose ist die Darstellung eines bestimmten Anwendungsbereichs (z.B. Schaltkreise, hydraulische Systeme) in einem (üblicherweise prädikatenlogischen) Verhaltensmodell, aus dem Beschreibungen individueller Anlagen einfach zusammengesetzt werden können, um mit Hilfe eines allgemeinen Suchalgorithmus die Ursachen eines Fehlverhaltens zu ergründen. In den letzten Jahren beschäftigt sich die modellbasierte Diagnoseforschung zunehmend mit der Untersuchung von Fehlern in Softwareartefakten: VLSI-Designs, Konfigurationswissensbasen und konventionellen Programmen, bei denen die Modelle automatisch aus dem Quellcode übernommen (oder transformiert) werden können. Der Vortrag behandelt die Modellierung von Software (spezifisch Java-Programmen) aus der Sicht der modellbasierten Diagnose und die Erfahrung mit der Fehlersuche in einfachen Beispielprogrammen.


Sprecher:      Prof. Markus Stumptner 
               School of Computer and Information Science
               University of South Australia, Adelaide

Wann:          Freitag, 29. Juni 2001, 14:15 - 15:45

Wo:            HS 10, Universität Klagenfurt (Mensa)

Markus Stumptner ist Chair of Computing an der School of Computer and Information Science an der University of South Australia (Adelaide). Er beschäftigt sich mit Wissensrepräsentation und modellbasiertem Schließen in den Bereichen Diagnose, Konfiguration und Design, sowie mit objektorientierter Datenmodellierung. Seine Arbeiten über modellbasiertes Schließen erstrecken sich von der Entwicklung von Repräsentationssprachen und Algorithmen bis hin zu Projekten mit industriellen Anwendungen dieser Technologien. Er ist Autor von etwa 70 Zeitschriften- und Konferenzpublikationen.