Bei der Simulation ist ein wesentliches Problem die Laufzeiteffizienz. Simulation von grossen Systemen benoetigen erhebliche Rechenzeit und Rechnerresourcen. Aus diesem Grund ist die Parallelisierung von diskreter Simulation seit vielen Jahren ein intensives Thema der Forschung. Es hat sich aber gezeigt, dass, obwohl die Komponenten eines ereignisorientierten Modells inhaerent parallel arbeiten, eine Parallelisierung des Simulationsablaufs aufgrund der kausalen Abhaengigkeiten zwischen den einzelnen Systemteilen nur schwer zu erreichen ist.
In diesem Vortrag soll auf die Problematik der diskreten Simulation und insbesondere der Parallelisierung von diskreter Simulation eingegangen werden. Es wird zuerst das Wesen der diskreten Simulation anhand eines allgemeinen, anwendungsunabhaengigen, systemtheoretischen Modellierungsansatzes dargestellt. Anschliessend wird auf die Probleme der Parallelisierung von diskreter Simulation eingegangen und die grundsaetzlichen Loesungsverfahren, konservative und optimistische parallele diskrete Simulation, eroertert. Als Abschluss wird ein am Institut entwickeltes neues Verfahren fuer die parallele Simulation von systemtheoretischen ereignisorientierten Modellen, das konservative und optimistische Ansaetze integriert, vorgestellt.
Referent: Dr. Herbert Praehofer
Institute of Systems Science Systems Theory and Information Engineering,
Johannes Kepler University
Zeitpunkt: Freitag, 1. Dezember 1995, 14 Uhr c.t.
Ort: HS 3 der Universitaet Klagenfurt