Diese Normenreihe baut haupts>aumlchlich auf seit Jahrzehnten bestehenden Normen der amerikanischen und britischen Verteidigungsministerien auf und wurde 1987 erstmals von der International Standards Organization, ISO, freigegeben. Die österreichische Vereinigung zur Zertifizierung von Qualitätssicherungssystemen hat bisher 155 Firmen in Österreich zertifiziert, davon 55 im Jahr 1993. Nicht nur in Europa, sondern auch z.B. in den USA, erreichen die ISO 9000 Normen immer größere Akzeptanz. Weltweit gab es im Oktober 1993 mindestens 45.000 Zertifikate, was einen Anstieg von 70% im Vergleich mit Ende 1992 bedeutet. Der Hauptgrund für Qualitätsmanagement nach den Modellen in den ISO 9000 Normen heißt europdische Konkurrenzfähigkeit. Der Trend zu ISO 9000-zertifizierten Qualitätsmanagementsystemen (QMS) ¨berschwemmt momentan Europa. Für Unternehmen in gewissen Branchen ist ein registriertes QMS die einfachste Möglichkeit zur Erfüllung der EG-Anforderungen. Auch wenn reine Handelsfaktoren schwerwiegend sind, dürfen die operationale Vorteile eines Qualitätssicherungssystems nicht vergessen werden: Stabilisierung der Firmenstruktur, Effizientere Prozesse, Voraussagbare Produktqualität, Ordnung, z.B. in der Dokumentation. Obwohl die ISO 9000 Normen branchenübergreifend angewendet werden können, gibt es speziell für Softwareentwickler und Dienstleistungsbetriebe spezielle Interpreatationshinweise. Auf den Inhalt der ISO 9000-3 "Leitfaden zur Anwendung von ISO 9001 in Design/Entwicklung, Produktion, Montage und Kundendienst von Software" wird besonders eingegangen.
Referent:Doz. Dr. Norbert Fuchs
Alcatel Austria
Zeitpunkt: Freitag, 18. März 1994, 14 Uhr c.t.
Ort: HS 3 der Universitaet Klagenfurt