Ein gravierendes Problem von Analysen in Data Warehouses stellen Veränderungen in den Strukturen, die den Stammdaten (dimension members) zugrundeliegen, sowie Veränderungen in Berechnungsformeln oder Maßeinheiten von Kennzahlen dar. In diesem Fall spiegeln OLAP Analysen Trends in den Werten wider, die zu falschen Schlussfolgerungen und inadäquaten Maßnahmen führen können. In dieser Arbeit wird versucht, diese Veränderungen in den Strukturen von Data Warehouses mit Hilfe von Data Mining-Techniken zu identifizieren; verschiedene einsetzbare Methoden werden zunächst vorgestellt und auf kleinen Datenbeständen mit wenigen dimension members und bekannten Strukturbrüchen erprobt, um die prinzipielle Funktionsfähigkeit der Methoden zu überprüfen. Anschließend werden Probleme beleuchtet, die auftreten, wenn die Verfahren auf realen Data Warehouses angewendet werden: einerseits muss wegen der Größe von realen Datenbeständen der Aspekt der Laufzeit- und Speicherkomplexität untersucht werden, andererseits müssen die Fehlerraten erster und zweiter Ordnung analysiert werden. In der Arbeit wird ein schrittweiser Ansatz vorgeschlagen, der zuerst die Daten auf Veränderungen in der Kennzahlendimension überprüft und anschließend Brüche in den Strukturdimensionen untersucht, wozu die Werte im Data Warehouse nach einer Strukturdimension aggregiert werden. Sollten bei der Analyse nach einer Strukturdimension keine Auffälligkeiten auftreten, werden die Werte nach zwei Strukturdimensionen aggregiert analysiert, fällt auch hier nichts auf, werden drei Strukturdimensionen gemeinsam analysiert, etc. Die abschließenden Experimente an einem realen Data Warehouse zeigten auf, dass die Methoden durchwegs gut skalieren und die Fehlerraten erster und zweiter Ordnung stark von der Qualität und Volatilität des Datenmaterials abhängen.