Gute Medienunterstützung von Lehre ist eine beachtliche Investition. Darin besteht jedoch auch eine gewisse Gefahr, denn der Erstaufwand einer gut aufbereiteten, mediengestützten Lehrveranstaltung ist in der Regel so hoch, dass man sich scheut, diesen durch radikale Adaptierungen aufs Spiel zu setzen. Konsequenterweise nimmt man Aktualisierungen allenfalls in den Details vor. Verschiebungen in der Grundstruktur, die allenfalls nötig wären, um veränderte Zielgruppen besser zu erreichen, werden nur bei hinreichend großem Veränderungsdruck vorgenommen. Das Projekt PlaNet-ET ist eine Initiative zur Förderung des Einsatzes neuer Medien auf organisatorischer, mediendidaktischer und informationstechnischer Ebene. Es wendet sich mithin sehr stark an „Einsteiger“ in Mediendidaktik. Doch gerade bei Entwicklern mediendidaktischer Erstprodukte muss man davon ausgehen, dass ihre Produkte nach erstem Einsatz in der Lehre noch entsprechender Überarbeitung bedürfen, bevor Autoren wie Auditoren zufrieden sind. Daher ist es erforderlich, im Rahmen von PlaNet-ET der Aktualisierungsproblematik und dem Content- und Versionsmanagement elektronisch gestützter Lehrveranstaltungen besonderes Augenmerk zu widmen. Durch ein mehrstufiges Gliederungskonzept, bei dem von Lehrzielen getragene explizite Vor - und Nachbedingungen angegeben werden, sollte es Autoren möglich sein, mit Hilfe von feingranularen Modulen Konfigurations- und Versionsmanagement ihrer Lehreinheiten systematisch zu betreiben. Darüber hinaus ermöglicht die konsequente Realisierung dieses Konzepts auch Lernenden, Stoff adressatenkonform (etwa auf der Basis eines Einstiegs-Assessments) abzurufen, ohne dabei in einer personalisierten Konserve eingeengt zu werden.