Für die Bearbeitung von Geschäftsprozessen werden in zunehmendem Umfang Workflow- Managementsysteme verwendet. Derartige Systeme könnten künftig, wenn sie entsprechend erweitert werden, die in Unternehmen vorhandenen und von Geschäftsprozessen benötigten Ressourcen verwalten. In dieser Arbeit wird nach einer Einführung in den Bereich der Workflowsysteme vorgestellt, wie eine solche Verwaltung bewerkstelligt werden kann, was sie erfordert und welche Probleme dabei auftreten können. Die Verwendung globaler Ressourcen wird als Teil der Prozeßdefinition spezifiziert; dazu wird die Prozeßdefinitionssprache WDL erweitert. Von Bedeutung sind Ressourcen, die von mehreren Prozessen gemeinsam verwendet werden. Diese Ressourcen werden zunächst klassifiziert und erhalten eine Definition einiger grundlegender Methoden. Ressourcen werden von Prozessen benötigt, die Anforderungen an sie stellen. Diese Anforderungen bzw. Methodenaufrufe von Ressourcen werden von einem Ressourcenmanager verwaltet, der die Methoden auf den Ressourcen ausführt und mitprotokolliert. Der hier vorgestellte Ressourcenmanager stellt Funktionen wie sperrendes Lesen, kompensierendes Zurücknehmen von Methoden, Reaktion auf Prozeßabbrüche und Löschen von Ressourcenalloziierungen zur Verfügung. Weiters wird ein Mechanismus vorgestellt, der eventuell auftretende Ausnahmen, etwa wenn sich Voraussetzungen ändern, adäquat behandelt. Zu einigen wenigen Domänen, wie etwa Koordinationstheorie oder Betriebssystemen bestehen Analogien, auf die ebenfalls kurz eingegangen wird. Insbesondere wird auf die Realisierung als Erweiterung des Workflowsystems "Panta Rhei" [Nekv95 und EdGL97] eingegangen. Durch entsprechende Definition von Prozessen, Ressourcen und Zuteilungsverfahren wird eine automatische Ressourcenverwaltung realisiert. Der Entwurf zur Implementierung dieser Ressourcenverwaltung sowie die Implementierung selbst nehmon breiten Raum ein. Abschließend werden in einem Beispiel der Aufbau und die Verwendung des Systems gezeigt.